Herbert W FrankeIn diesem Programmpunkt werden Thomas LeBlanc (Gründer und Leiter der Phantastischen Bibliothek Wetzlar und Gewinner des BuCon-Ehrenpreises für sein Lebenswerk 2016) und Herbert W. Franke ein Gespräch über das Werk von Franke führen.

Herbert Werner Franke (* 14. Mai 1927 in Wien) ist ein österreichischer Wissenschaftler, Sachbuchautor und Science-Fiction-Schriftsteller. Er gilt als einer der bedeutendsten lebenden deutschsprachigen Science-Fiction-Autoren. Einige seiner Werke veröffentlichte er unter den Pseudonymen Sergius Both und Peter Parsival. Franke ist außerdem aktiv in den Bereichen Zukunftsforschung, Höhlenforschung sowie Computergrafik und Computerkunst.

Seit 1957 arbeitet er als freier Schriftsteller. Von 1972 bis 1979 war er zusammen mit Wolfgang Jeschke Science-Fiction-Lektor und -Herausgeber im Wilhelm Heyne Verlag, München. 1980 wurde er zum Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland gewählt und erhielt seinen Professorentitel vom österreichischen Ministerium für Unterricht und Kunst. Eine Geschichtensammlung mit dem Titel Der Grüne Komet war sein erstes Buch. 1986 erhielt er den Kurd-Laßwitz-Preis und 1989 den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar.

Seit 2005 schreibt Franke wieder vermehrt Science-Fiction-Romane. 2007 veröffentlichte Franke, 80-jährig, extra für eine Aufführung mit Marionetten das multimediale Theaterstück Der Kristallplanet. Das Stück handelt von kontrollierten, unfreien Menschen, die – wie Marionetten – von einem Zentralstaat gesteuert werden.

Herbert W. Frankes Veröffentlichungen erschienen übersetzt in Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Japan, Jugoslawien, Mexiko, Polen, Rumänien, Schweden, Spanien, der UdSSR, Ungarn und den USA. Der Roman Ypsilon Minus und einige utopische Erzählungen wurden auch in der DDR veröffentlicht.

Die Zeit bezeichnet Franke als „den prominentesten deutsch schreibenden SF-Autor“. 2016 verlieh ihm die European Science Fiction Society für sein literarisches Lebenswerk den Grand Master Award.

Romane:

  • Das Gedankennetz, Goldmann 1961
  • Der Orchideenkäfig, Goldmann 1961
  • Die Glasfalle, Goldmann 1962
  • Die Stahlwüste, Goldmann 1962
  • Der Elfenbeinturm, Goldmann 1965
  • Zone Null, Kindler und Lichtenberg, München 1970 (mehrere Neuauflagen)
  • Ypsilon minus, Suhrkamp 1976
  • Sirius Transit, Suhrkamp 1979
  • Schule für Übermenschen, Suhrkamp 1980
  • Tod eines Unsterblichen, Suhrkamp 1982
  • Transpluto, Suhrkamp 1982
  • Die Kälte des Weltraums, Suhrkamp 1984
  • Endzeit, Suhrkamp 1985
  • Dea Alba (mit Michael Weisser), Suhrkamp 1988
  • Hiobs Stern, Suhrkamp 1988
  • Zentrum der Milchstraße, Suhrkamp 1990
  • Sphinx_2, dtv, München 2004
  • Cyber City Süd, dtv Premium, München 2005
  • Auf der Spur des Engels, dtv, München 2006
  • Flucht zum Mars, dtv, München 2007